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Mein Jahresrückblick, der in einer Kurzgeschichte endet.


Es ist zwei Uhr morgens und ich kann nicht schlafen.


Ich bin zu aufgewühlt und in mir tobt ein Sturm voller Gedanken. Gerade spüre ich pure Energie, das Duracell Häschen in mir will nicht schlafen, kann nicht schlafen, so viele Ideen, die ich am liebsten jetzt gleich umsetzten möchte.


Und gleichzeitig bin ich müde und erschöpft. Liegt nicht zwangsläufig an der Uhrzeit, sondern daran, dass mich dieses Jahr viel Kraft gekostet hat. Dieser weltberühmte Wachstumsschmerz tut sein übriges.


Dieses Jahr durfte ich so vieles lernen. Vor allem mich selbst besser kennen. Meine Reise zurück zu mir, zu meinem erträumten, selbstbestimmten und unabhängigen Leben hat nicht erst heute begonnen aber ich erinnere mich noch ganz genau an diesen einen Magic Moment.


An diesem Tag bin ich wie eine Irre auf einem Trampolin herumgesprungen, habe "Life" von Haddaway gehört und immer wieder so laut "YES" geschrien, bis ich nicht mehr konnte.


Das war der erste Tag des "Unleash Your Power Within" Coachings von Tony Robbins und ich habe ein gorillamäßiges "YES" zu mir selber geschrien. Ein "YES" zu der Person, die ich wieder sein wollte. Und ich kann noch immer gar nicht so recht in Worte fassen, was dieser Tag und alle weiteren, in mir ausgelöst haben. Wohlwissend, dass der Prozess, der losgetreten wurde, wohl der Tropfen auf dem heißen Stein war.


Ich wusste zu diesem Zeitpunkt, und alles in mir schrie danach, dass ich das Leben, so wie ich es damals lebte, auf keinen Fall länger aufrecht erhalten konnte.



Wusstest du, dass man einen Wertetest machen kann, um herauszufinden, was einem im Großen und Ganzen im Leben leitet und antreibt? Einfach mal in der Googlesuche Wertetest eingeben und dem Pfad der Erleuchtung folgen.


Meine top Drei waren keine große Überraschung, denn wenn ich ganz ehrlich bin, waren sie schon immer unterbewusst da. Und ja, rückblickend gesehen, haben mich diese Werte schon als Kind so einige Nerven gekostet, um dafür einzustehen:


Freiheit
Unabhängigkeit
Vertrauen


Und nichts davon spürte oder verkörperte ich zu diesem Zeitpunkt. Aus dem einzigen Mädchen mit Glitzern in den Augen, leichtem Herzen und Vertrauen in das Leben, war nicht sehr viel übrig. Ich hatte mich verloren.


Es wäre mir ein leichtes nun zu sagen: alle anderen waren Schuld, die Umstände haben mich dorthin getrieben oder auch eine Variante - es ist eben mein Schicksal. Tja, ich bin nicht die Hauptfigur in einem Drama von Shakespeare. Es war einzig und allein mein Verdienst an dem Punkt zu stehen, an dem ich nichts davon verkörperte, was mir wichtig war und nach wie vor ist!


Ich war stiller Zuschauer in einem Film, habe Popcorn gegessen und es mir auf dem Kinosessel gemütlich gemacht, während ich darauf gewartet habe, dass am Ende überraschenderweise doch noch ein Happy End bei herrauskommt.


Zurück zu Tony.


Was ich in dem Moment gespürt habe, hüpftend auf dem Trampolin war, dass mir mein Happy End nicht einfach vor die Füße fliegen würde, sondern ich meinem verdammten Hintern hochbekommen muss, um es mir zu holen!


Dass wenn ich Freiheit, Unabhängigkeit und Vertrauen leben möchte ich nicht in einem 9-5 Job all meine Energie verschwenden kann, in dem ich tagsüber nur darauf warte, dass ich nach 17.00 Uhr das echte Leben leben kann. Von Wochenende zu Wochenende - von Urlaub zu Urlaub. Was bleibt denn da noch übrig?


Kleiner Spoiler: Ich habe nicht nach dem drei Tages Coaching alles sofort hingeschmissen ohne doppelten Boden. War in meiner Vorstellung ein ziemlich smarter move aber zurück in der Realität eben doch nicht so einfach.


ABER ab diesem Zeitpunkt - und es fühlt sich so an, wie es sich anhört - war nichts mehr wie vorher! An dieser Stelle kannst du dir vorstellen, dass irgendwoher leise, dann immer lauter werdend, "I of the Tiger" abgespielt wird und ich in Jogginghose und Hoodie viel zu viele Treppen hochlaufe, um angekommen trippelnd vor mich hin boxe - tschaka. Also absolut ausgeschlossen, dass ich weitere Jahre meines Lebens nur der Zuschauer im Kinosessel bleiben würde!


Dieser innerliche Prozess, die Auseinandersetzung mit meinen Schatten und der Ausblick auf die Version von mir, für die ich auf dieser Erde bin und bei der meine Augen zu glitzern anfangen, wenn ich sie vor mir sehe - konnte ich nicht mehr loslassen noch jemals wieder vergessen.


Dieses Higher Self, von dem alle sprechen, ich habe es einen kurzen Moment gespürt und nichts war mehr wie vorher.


Erneuter Spoiler: Das heißt nicht, dass ich auf Zuckerwattewolken danach durchs Leben geflogen bin und ein Wimperngeklimper mich jetzt täglich in mein Higher Self katapultiert, nope. Danach sind: viele Tränen geflossen, viel Wut hochgekocht, es gab Tage der Verzweiflung, Momente der Hoffnungslosigkeit und absolute Leere.


Nichts desto trotz war dieses große Ziel, der Trimagische Pokal (Potter Fans aufgepasst), mein Antrieb, mein Elixier zum Durchhalten - bis heute.


To be continue.





 
 
 

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